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Gut gepackt ist ein Umzug, wenn am Ziel niemand einen Karton öffnen muss, um zu wissen, wohin er gehört. Dafür braucht es drei Dinge: genug Kisten, ein Gewicht, das eine Person allein tragen kann, und eine Aufschrift, die den Zielraum nennt statt den Inhalt. Alles Weitere sind Feinheiten, die sich am Packtisch von selbst ergeben. Wer zusätzlich eine Kiste für den ersten Abend beiseitestellt, hat den unangenehmsten Moment des Tages bereits entschärft.

  • Die Menge wird großzügig geschätzt, weil zu wenige Kisten den Ablauf bremsen
  • Jeder Karton bleibt so leicht, dass eine Person ihn über den Gartenweg trägt
  • Auf den Deckel kommt der Raum am Ziel, nicht die Aufzählung des Inhalts
  • Wertsachen, Papiere und Medikamente fahren im eigenen Auto mit, nicht im Wagen
Offener Umzugskarton auf Dielenboden, darin in Papier gewickeltes Geschirr und ein Stapel Teller; daneben ein geschlossener Karton mit einem roten Klebebandstreifen quer über der Naht.
Offener Umzugskarton auf Dielenboden, darin in Papier gewickeltes Geschirr und ein Stapel Teller; daneben ein geschlossener Karton mit einem roten Klebebandstreifen quer über der Naht.

Menge abschätzen

Wie viele Kisten ein Haushalt schluckt

Eine Faustregel reicht, solange man beim Aufrunden großzügig bleibt.

Genaue Zahlen kann niemand vorhersagen, weil zwei Haushalte mit gleicher Wohnfläche völlig verschieden voll sind. Als grobe Richtung hat sich bewährt, je bewohntem Zimmer rund ein Dutzend Kartons anzusetzen und für Küche, Arbeitszimmer und Bücherwand jeweils deutlich aufzuschlagen. Wer im Haus wohnt, rechnet Keller, Dachboden und Garage getrennt dazu, denn dort liegt oft mehr, als in den Zimmern steht.

Wichtiger als die Zahl ist die Richtung, in die man sich irrt. Zu viele Kartons stehen im Weg und werden zurückgegeben. Zu wenige bremsen den ganzen Ablauf: Man packt, fährt los, holt nach, packt weiter, und der Rhythmus ist dahin. Bestellen Sie deshalb lieber ein Viertel mehr, als Sie für nötig halten.

Kartons sind nicht das einzige Packmittel. Für Kleidung auf Bügeln gibt es Boxen mit Stange, für Bilder und Spiegel eigene Hüllen, für Möbel Decken und Folie. Was davon gebraucht wird, ergibt sich beim Aufmaß fast von selbst, weil man dabei ohnehin durch jedes Zimmer geht. Wir bringen die Packmittel vor dem Termin und holen die geliehenen danach wieder ab.

Gewicht je Kiste

Der Karton muss von einer Person zu tragen sein

Nicht das Fassungsvermögen ist die Grenze, sondern der Weg zum Wagen.

Ein Umzugskarton ist so bemessen, dass er im vollen Zustand noch handhabbar bleibt, solange man ihn nicht mit dem Schwersten füllt, das man findet. Bücher sind der klassische Fehler: Eine große Kiste, randvoll mit Büchern, ist von einer Person nicht mehr sicher zu tragen, schon gar nicht über einen Gartenweg mit Stufen und einer Rasenkante dazwischen.

Die Probe dauert fünf Sekunden. Heben Sie den geschlossenen Karton an und gehen Sie drei Schritte damit. Wackelt es, drückt der Griff oder muss die Kiste dabei am Bauch abgestützt werden, ist sie zu schwer. Dann wird umgepackt, und zwar sofort, denn am Umzugstag macht das niemand mehr.

Schweres gehört in kleine Kisten, Leichtes darf die großen füllen. Bücher, Ordner, Werkzeug, Konserven und Flaschen kommen in den kleinen, doppelwandigen Karton. Bettzeug, Kissen, Spielzeug und Kleidung dürfen den großen bis oben füllen. Wer das umdreht, hat am Ende Kisten, die zwar zu sind, aber niemand allein bewegen kann.

Aufbau im Karton

Schwer nach unten, Hohlräume voll

Was sich im Karton bewegen kann, bewegt sich auf der ersten Bodenwelle.

Der Aufbau folgt einer einfachen Reihenfolge: schwere und feste Stücke nach unten, mittleres in die Mitte, leichtes und empfindliches nach oben. Damit steht die Kiste stabil, lässt sich stapeln und kippt im Wagen nicht aus der Reihe, wenn die anderen daneben rutschen.

Der zweite Punkt ist der wichtigere und wird am häufigsten übersehen: Ein Karton wird bis zur Oberkante gefüllt, notfalls mit zerknülltem Papier, Handtüchern oder Bettwäsche. Bleibt Luft, gibt der Deckel nach, sobald etwas darauf steht, und die ganze Stapelreihe sackt zusammen. Ein Hohlraum im Inneren sorgt außerdem dafür, dass sich der Inhalt während der Fahrt sortiert, und zwar nicht zum Guten.

Kleber gehört auf beide Seiten. Der Boden wird quer und längs zugeklebt, bevor gepackt wird, nicht erst, wenn die Kiste voll ist und im Flur steht. Wer den Boden nur ineinandersteckt, verliert im Lauf des Tages mit ziemlicher Sicherheit einen Karton, und es ist selten der mit den Handtüchern.

Glas und Geschirr

Teller hochkant, Gläser aufrecht

Rundes Porzellan bricht flach liegend, hochkant hält es erstaunlich viel aus.

Teller werden nicht gestapelt, sondern wie Schallplatten hochkant nebeneinander gestellt, jeder einzeln in Papier gewickelt. Flach übereinander liegen sie mit ihrer gesamten Fläche auf und brechen beim ersten harten Schlag von unten. Hochkant nehmen sie die Kraft über den Rand auf, und der hält deutlich mehr aus, als man ihm ansieht.

Gläser stehen aufrecht, nie auf der Seite und nie mit dem Fuß nach oben. Jedes Glas wird einzeln eingeschlagen, hohe Gläser bekommen zusätzlich Papier in den Kelch. Zwischen die Reihen kommt eine Lage Papier oder Pappe, und ganz unten liegt eine dicke Polsterschicht, denn abgestellt wird der Karton auf den Boden und nicht auf ein Kissen.

Für Geschirr lohnt sich die Kiste mit Einsätzen. Sie kostet ein wenig Packzeit und spart die Diskussion darüber, wessen Suppentassen aus der Familie das waren. Beschriften Sie diese Kartons zusätzlich mit einem deutlichen Hinweis auf zerbrechlichen Inhalt, und stellen Sie sie im Wagen nicht unter die Stapel, sondern obenauf.

Zielraum statt Inhalt

Auf den Deckel gehört der Raum, in den die Kiste soll

Am Ziel interessiert niemanden, was drin ist, sondern wohin die Kiste getragen wird.

Wer den Inhalt aufschreibt, beschriftet für sich selbst. Wer den Zielraum aufschreibt, beschriftet für die Person, die die Kiste trägt. Das ist der ganze Unterschied, und er entscheidet darüber, ob am neuen Ort alles gleich an seinem Platz steht oder ob im Flur ein Berg wächst, den später jemand einzeln verteilt.

Am schnellsten geht es mit Farbe. Jeder Raum am Ziel bekommt eine Farbe, dieselbe Farbe klebt neben der Zimmertür des neuen Zuhauses, und auf jeden Karton kommt ein Streifen davon. Dann muss niemand lesen, und niemand muss fragen. Zusätzlich hilft eine Nummer je Kiste und eine kurze Liste, in der steht, was in Nummer sieben liegt, falls doch einmal gesucht wird.

Beschriftet wird oben und auf mindestens einer Seite, denn im gestapelten Zustand sieht man den Deckel nicht. Und ein Hinweis für den Fall, dass die neue Adresse ein Haus ist: Schreiben Sie bei Kellerkisten dazu, in welchen Teil des Kellers sie sollen. Sonst steht am Ende alles direkt hinter der Tür, und man kommt an nichts mehr heran.

  1. Am Ziel jedem Raum eine Farbe zuordnen und den Plan an die Wand im Flur hängen.
  2. Neben jede Zimmertür des neuen Zuhauses einen Streifen in der passenden Farbe kleben.
  3. Auf jeden Karton oben und seitlich den Zielraum schreiben und den Farbstreifen anbringen.
  4. Kartons fortlaufend nummerieren und in einer kurzen Liste notieren, was grob darin liegt.
  5. Empfindliches deutlich kennzeichnen und im Wagen obenauf statt unter die Stapel stellen.
  6. Die Kiste für den ersten Abend als Einzige gar nicht nummerieren, sondern auffällig markieren.

Erster Abend

Die Kiste, die zuletzt einsteigt und zuerst aussteigt

Am Abend des Umzugstages will niemand einen Stapel durchsuchen.

Diese eine Kiste wird zum Schluss gepackt, fährt im eigenen Auto mit oder steht ganz hinten im Wagen und wird als Erste hineingetragen. Sie enthält alles, was am Abend gebraucht wird, ohne dass jemand dafür Klebeband aufschneiden muss: Toilettenpapier, Seife, Handtücher, Zahnbürsten, Medikamente, Ladekabel, ein Satz Bettwäsche pro Person, etwas zu essen und ein Werkzeug für die Betten.

Ebenso hinein gehören die Dinge, die man erst vermisst, wenn sie fehlen: Glühbirnen, eine Steckdosenleiste, Müllbeutel, ein Putzlappen, eine Rolle Küchenpapier, ein Messer, ein Flaschenöffner, ein Stift. Nichts davon ist teuer, alles davon ist am ersten Abend im neuen Haus schwer zu bekommen.

Markieren Sie diese Kiste so, dass sie sich von allen anderen unterscheidet, mit breitem Klebeband in einer Farbe, die sonst nirgends vorkommt. Wenn Kinder mitziehen, packen Sie eine zweite in derselben Machart mit deren Sachen. Das ist die einzige Kiste des Tages, die niemand suchen darf.

Fährt im eigenen Auto

Was nicht in den Umzugswagen gehört

Eine kurze Gruppe von Dingen bleibt grundsätzlich in Ihrer eigenen Hand.

Wertsachen und wichtige Papiere gehören nicht in eine Ladung, die den ganzen Tag über offen steht und von mehreren Menschen bewegt wird. Nicht aus Misstrauen, sondern weil sie im Zweifel nicht ersetzbar sind. Schmuck, Bargeld, Ausweise, Urkunden, Verträge, Zeugnisse und die Unterlagen zum Haus fahren im eigenen Auto mit, am besten in einer einzigen Mappe.

Dazu kommen Dinge, die aus anderen Gründen nicht in den Laderaum dürfen. Flüssigkeiten laufen aus, Kraftstoff und Gas gehören ohnehin nicht hinein, Medikamente sollen erreichbar bleiben, und Pflanzen stehen im Sommer in einem geschlossenen Wagen innerhalb weniger Stunden im Warmen. Tiere fahren grundsätzlich bei Ihnen mit, und zwar am besten nicht im selben Fahrzeug wie der letzte Karton.

Die Liste ist kurz, und genau deshalb lohnt es sich, sie einmal vorher durchzugehen. Alles, was darauf steht, kommt einen Tag früher in den Kofferraum. Dann kann am Umzugstag niemand versehentlich einpacken, was nicht eingepackt werden soll.

  • Ausweise, Urkunden, Verträge, Zeugnisse und alle Unterlagen zum Haus in einer Mappe
  • Schmuck, Bargeld, Sammlungen und alles, was einen Liebhaberwert hat
  • Medikamente, Brille, Hörgerät und was sonst täglich gebraucht wird
  • Laptop, Festplatten und Datenträger mit Dingen, die es nur einmal gibt
  • Angebrochene Flüssigkeiten, Kraftstoff, Gasflaschen und Spraydosen
  • Zimmerpflanzen, besonders im Sommer, weil ein geschlossener Laderaum sich schnell aufheizt
  • Haustiere samt Transportbox, Napf und Leine, getrennt vom übrigen Umzugsgut

In Zahlen

Welcher Behälter wofür taugt

Sechs Packmittel und die Regel, die bei jedem einzelnen den Unterschied macht.

BehälterWofür er gemacht istWorauf zu achten ist
Kleiner Karton, doppelwandigBücher, Ordner, Werkzeug, Konserven, FlaschenGanz füllen, aber nur mit Schwerem am Boden
Großer UmzugskartonBettzeug, Kissen, Textilien, Spielzeug, DekorationNie mit Büchern füllen, sonst reißen die Griffe aus
Kleiderbox mit StangeAnzüge, Mäntel, Kleider, alles auf dem BügelBraucht Stellfläche im Wagen, Anzahl deshalb vorher melden
Geschirrkiste mit EinsätzenTeller, Gläser, Tassen, KannenJedes Stück einzeln einschlagen, keine Zwischenräume lassen
Hülle für Bilder und SpiegelRahmen, Glasplatten, SpiegeltürenImmer stehend transportieren, nie flach unter Last
Decke und FolieMöbel, Matratzen, BildschirmeKlebeband nie direkt auf lackierte oder furnierte Flächen
Leihkartons bringen wir vor dem Termin und holen sie nach dem Umzug wieder ab. Was Packmittel zum Leihen oder zum Behalten kosten, steht in der Preisliste.

Vor dem Packtag

Packmittel kommen zu Ihnen nach Hause

Nennen Sie uns über die Anfrageseite die Zahl der Zimmer und die Nebenräume; dann stehen die Kisten rechtzeitig vor dem ersten Packtag bei Ihnen.

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Fragen rund um Kisten und Beschriftung

Acht Antworten aus der Praxis, die den Packtagen davor die Unruhe nehmen.

Wann sollte man mit dem Packen anfangen?

Sinnvoll ist die Reihenfolge von selten nach täglich. Zuerst kommen Dachboden, Keller und Vorratsschrank an die Reihe, danach Dekoration und Bücher, dann die Zimmer, zuletzt Küche und Bad. So bleibt der Haushalt bis kurz vor dem Termin benutzbar, und in den letzten Tagen steht nur noch das offen, was ohnehin täglich gebraucht wird.

Wie viele Kartons soll ich bestellen?

Rechnen Sie je bewohntem Zimmer mit etwa einem Dutzend und legen Sie für Küche, Arbeitszimmer und Bücherregale deutlich zu. Keller, Garage und Dachboden werden getrennt geschätzt. Runden Sie großzügig auf: Zu viele Kisten stehen nur herum und gehen zurück, zu wenige unterbrechen den Ablauf an dem Tag, an dem Sie in Fahrt sind.

Wie schwer darf ein Karton werden?

So schwer, dass eine Person ihn ohne Mühe drei Schritte weit trägt. Machen Sie diese Probe, bevor Sie zukleben. Muss die Kiste am Körper abgestützt werden oder ziehen die Griffe, wird umgepackt. Für Bücher, Werkzeug und Konserven nehmen Sie grundsätzlich kleine, doppelwandige Kartons, für Textilien die großen.

Was schreibt man auf den Karton?

Den Raum, in den er am Ziel soll, gut lesbar auf den Deckel und auf eine Seite. Eine Farbe je Zimmer beschleunigt das Ausladen zusätzlich, weil niemand mehr lesen muss. Der Inhalt gehört nicht auf die Kiste, sondern auf eine Liste, in der die Kartonnummern stehen. Danach sucht man nur in dem einen Fall, in dem wirklich etwas fehlt.

Wie verpackt man Geschirr sicher?

Teller hochkant nebeneinander stellen wie Schallplatten, jedes Stück einzeln in Papier. Gläser aufrecht, hohe zusätzlich mit Papier im Inneren. Unten kommt eine dicke Polsterlage hinein, zwischen die Reihen jeweils eine Zwischenlage. Der Karton wird bis zur Oberkante gefüllt, damit nichts wandert, und im Wagen steht er oben und nicht unter dem Stapel.

Was gehört in die Kiste für den ersten Abend?

Alles, was Sie am ersten Abend brauchen, ohne einen Stapel zu durchsuchen: Bettwäsche, Handtücher, Toilettenpapier, Seife, Zahnbürsten, Medikamente, Ladekabel, etwas zu essen, Werkzeug für die Betten, Glühbirnen, eine Steckdosenleiste und Müllbeutel. Diese Kiste wird zuletzt gepackt, mit einer Farbe markiert, die sonst nirgends vorkommt, und als Erste ins neue Zuhause getragen. Ziehen Kinder mit, packen Sie eine zweite in derselben Machart.

Können Sie das Packen übernehmen?

Ja, ganz oder in Teilen. Häufig gewählt wird die Mischung: Sie packen Kleidung, Bücher und Dekoration selbst, wir übernehmen Küche, Glas und alles, was gepolstert werden muss. Was dabei an Zeit und Material anfällt, wird getrennt ausgewiesen. Die Sätze dazu finden Sie auf der Preisseite, festgelegt wird der Umfang beim Aufmaß.

Was passiert mit den geliehenen Kisten nach dem Umzug?

Wir bringen sie vor dem Termin und holen sie danach wieder ab, in der Regel zusammengelegt und ohne dass Sie sie irgendwohin bringen müssen. Wie lange Sie die Packmittel behalten, sagen Sie uns vorher, denn danach richtet sich die Berechnung. Wer lieber eigene Kartons behalten möchte, kann sie ebenfalls kaufen.

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Alte Adresse, neue Adresse, grober Umfang und ein Wunschmonat: mehr braucht die erste Einschätzung nicht.

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